Was sagt der Titel eines nationalen Coursingchampions aus?
Das Sammeln von Anwartschaften ist eine Motivation, bestimmte Coursings zu besuchen und den Terminkalender entsprechend zu planen. In meinem konkreten Fall ist es sehr rasch gelungen, die notwendigen Anwartschaften für den internationalen Coursingchampion zu erreichen. Dies liegt einerseits daran, dass Lilly eine talentierte Courserin ist und andernseits liegt es auch daran, dass die Herausforderung beim Irish Wolfhound eher darin liegt, dass genügend TeilnehmerInnen am Start sind, damit die Anwartschaft auch ausgespielt wird.
Nun stehe ich also vor der Herausforderung, Coursingevents zu finden, die folgenden Ansprüchen genügen: Herausfordernder Parcours (Lilly ist jetzt im besten Coursingalter), Chance auf MitbewerberInnen (und da nach Möglichkeit welche, die wir noch nicht kennen und die auch mithalten können), sinnvolle Distanzen zur Anreise und – eben – spannende Sammelobjekte für mich.
Die Ausgangssituation:
Angefangen haben wir – eher zufällig und noch auf der Jagd nach CACIL’s den österreichischen Coursingchampion – da waren zu wenig Irish Wolfhounds für das erhoffte CACIL am Start und den tschechischen Coursingchampion wo wir mit dem noch fehlenden CACIL gleichzeitig auch das erste CACT erhielten. Wie ginge es nun weiter?
Der österreichische Coursingchampion – Show ist wichtiger als Leistung.
Für eine Anwartschaft auf den österreichischen Coursingchampion, ein CCLA muss man zuallererst mal zwei Ausstellungsergebnisse aus Österreich vorweisen können. Aktuell müssen es zwei mindestens SG ab frühestens 15 Monate sein. Vor kurzem war auch noch Zwischenklasse verpflichtend, was dazu führte, dass potentielle Leistungshunde – oft Spätentwickler und nicht „auf Substanz aufgefüttert“ in die Zwischenklasse gedrängt wurden, obwohl sie in der Jugendklasse besser aufgehoben wären … Aber – es reicht ja SG.
Braucht es für ein CACIL mindestens ein entsprechendes Ausstellungsergebnis und das zweite kann im Laufe der Zeit erworben werden, muss man für das CCLA schon beide Ausstellungsergebnisse vorweisen können.
Hat der Hund nun die beiden erforderlichen Ausstellungsergebnisse, müssen mindestens drei Hunde der selben Rasse insgesamt am Start sein und es reicht, dass niemand besser läuft, der ebenfalls für CCLA gemeldet hat. So kann es also durchaus passieren, dass der dritte von drei BewerberInnen das CCLA erhält, weil die besser laufenden Hunde halt keines brauchen oder die Ausstellungsergebnisse noch nicht haben.
Sammelt man mindestens vier CCLA’s mit einem Abstand zwischen erstem und letzten von einem Jahr + einen Tag, hat man die Voraussetzungen für den österreichischen Coursingchampion erreicht. Mit ein bisschen Taktik und Absprache oder auch nur Glück braucht ein österreichischer Coursingchampion kein einziges österreichisches Coursing gewonnen zu haben oder auch nur zweiter geworden zu sein!
Der tschechische Coursingchampion – Leistung zählt!
Für die ersten zwei Anwartschaften auf den tschechischen Coursingchampion, das CACT braucht man kein einziges Ausstellungsergebnis. Der Hund muss allerdings dre Coursings gewinnen (oder zweiter hinter einem CZ-Champion werden) und das im Abstand von mindestens einem Jahr + einem Tag. Das CACT wird auch bei CACIL-Coursings vergeben. Und zwar auch dann, wenn genügend Hunde für die CACIL-Vergabe am Start sind.
Im Klartext heisst das, dass ein Hund, der den tschechischen Coursingchampion hat, mindestens drei Bewerbe über einen Zeitraum von über einem Jahr gewonnen hat (oder hinter einem CZ-Champion zweiter wurde). Ausstellungsergebnisse kann man bequemer erarbeiten, vor dem 3. CACT muss man mindestens ein SG ab 15 Monaten erreicht haben, das zweite mindestens SG kann man auch erst nach dem 3. CACT erwerben.
Mein Plan steht fest.
Für mich ist der tschechische Coursingchampion also die grössere Herausforderung und damit das anzustrebende Ziel. Der österreichische Coursingchampion ist für mich uninteressant, zumindest, solange er nach oben erwähnten Kriterien vergeben wird.
Margot Renate Dimi
