Sandman – Franz-Josef Gillet

Von Beruf bin ich Gymnasiallehrer , bin 56 jahre alt und Greyhoundhoundbesitzer seit 1971. Als ich Mitte der 70er Jahre mit meinem Grey rennen ging, zog er sich bereits in seinem 4. Rennen eine schwere Kapselverletzung zu und zwar im Europa-Finale in Amsterdam. 2 Rennen später beim Bundessiegerrennhalbfinale in Berlin hatte er sich eine neue schwere Kapselverletzung zugezogen.

Dann erfuhr ich von anderen Grey-Leuten, dass diese Art von Verletzungen bei Greys häufig auftreten, womit für mich klar war mich von den Rennbahnen zu verabschieden, denn das wollte ich meinem Hund nicht antun. Von nun an ließ ich meinen Hund nur noch auf einem 200m langen Sandreiterweg hinter einem Schlepphasen jagen. Da stellte sich mir die Frage, warum nicht Sand auf Rennbahnen??

Ich erfuhr von Sandrennbahnen in Spanien und habe dort dann meine ersten positiven Erfahrungen mit Sandbahnen gemacht. Übrigens nachzulesen auf www.wdestolberg.2page.de! 1979/80 erbaute ich dann auf eigenem Gelände eine 380m Sandbahn, in der Hoffnung andere Rennbahnen würden folgen. Weit gefehlt! Ich erntete nur Spott und Hohn. Ich hörte solche Argumente wie:

Der DWZRV müsste ja seine Satzung ändern..!

Und wer den DWZRV kennt, weiß, was das bedeutet.

Dann hörte ich, dass Münster eine Bahn bauen wollte. Nach einem Vortrag bei einer Mitgliederversammlung und einem Trainingsbesuch von Mitgliedern auf meiner Bahn baute der Verein dann tatsächlich eine Sahnbahn. Weiterhin hatte ich zwischenzeitlich durch meine guten Kontakte nach England und Irland Trainer, Manager und Züchter zu diversen Vortragsveranstaltungen eingeladen.
Mttlerweile ist es ja erfreulich, dass es soviele Sandbahnen gibt.

Mich findet man allerdings nicht mehr auf den Rennbahnen, da ich mit dem ‘renngeilen’ Verhalten und seinen negativen Auswirkungen bei nicht wenigen Rennleuten nicht identifizieren kann. Das ist nicht mehr meine Welt! Meine Rennbahn war und ist und wird nur eine Trainingsbahn bleiben. Für offizielle Rennen fehlt außerdem der entsprechende Platz, nämlich Parkplatz. Lizenzläufe können und werden natürlich hier gemacht.

So, das war’s in Kürze.

Interessant ich für mich aber noch die Frage nach dem Vorstellen, denn der Name Gillet oder Sandmann ist bzw. war mal in aller Munde, es hieß: Der Verrückte mit seinen Sandbahnen! Aber das ist jetzt schon lange her. Ältere Grey-Leute kennen mich natürlich noch, aber zwischenzeitlich gibt es wohl eine neue Generation. Natürlich könnte ich ein dickes Buch schreiben über meine Erlebnisse hinsichlich der Einführung von Sandbahnen in Deutschland!

Hinterlasse einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein um kommentieren zu können.