MIA VITA, IL MIO DESTINO
Im Schoß einer großbürgerlichen Akademiker- und Bankiersfamilie mit rustikalem Ambiente am 13. Juni 1946 in Graz geboren, hatte ich das Glück, die VOEST- und Stickstoffwerk – Abgase in Linz nicht zu vertragen und zu meinen Großeltern in ein beschauliches Graz und dessen ländlichem Sommer – Gegenstück in der Nähe von Piber bzw. Weiz abgeschoben zu werden.
Glück, weil ich so im Einfluß meiner weltoffenen und toleranten Großmutter die wichtigsten Richtungsweiser für später mitbekommen durfte: ständig zu lernen, was wirklich wichtig ist, zu ignorieren, wer oder was dumm ist. Und dazu der ständige Umgang am Land mit vielen, vielen Tieren, die ich in den wenigen Wintermonaten in Linz schmerzlich vermißte.
Schulausbildung in Volksschule und Akademischem Gymnasium, Zwangsweise Übersiedlung in ein bis heute noch nicht geliebtes Tirol, weil mein Vater eine Großbaustelle übernehmen und damit endlich seine fast wöchentlichen Bergwanderungen machen konnte. Denen entzog ich mich nach einem Jahr und begann in meiner Freizeit (meist ab 5h vor der Schule und dann nach den Hausarbeiten bis abends) im Alpenzoo noch unter Dr. Psenner gratis zu arbeiten, nur, um mit Tieren zusammen sein zu können.
Mit dem Gymnasium endlich fertig, bekam ich meinen Sohn Oliver, für den ich auf mein eigenes Studium verzichtete und meinen Eltern dafür verpflichtete, ihm selbiges zu bezahlen. Dann eine qualvolle Ehe mit einem Muslim, der ich endlich einigermaßen erwachsen mit meinem zweiten Sohn Lorin entkam.
In diese Zeit fiel meine Ära zuerst mit 2 Bracken, dann mit den Dobermanns, die später mit meiner Schwester nach Bozen zogen. Einige Zeit ohne Hund, jedoch mit Katzen und Meersäuli für meine Söhne
machten mich reif für die Whippets, die ich über ein ziemlich untypisches Exemplar bei meiner Schwester kennen- und später über Kurt Kleinheinz` Jennifer von der Kollau lieben gelernt hatte.

Was als 1978 mit Nurejew von der Kollau als Abhängigkeit begann, hat sich inzwischen zu einer leichten Besessenheit ausgeweitet. Nicht zuletzt durch meine langjährige Ehe mit DI Levente Miklòs und dessen wunderbare und auch sehr schöne Nyagiklab – Renngreys, denen heute noch ein Teil meines Herzens gehört. Neben den Whippets, mit denen ich kontinuierlich, aber nicht zu häufig sehr erfolgreiche Würfe machte, hatte ich die erste in Österreich als AZ1 eingetragene Azawakh – Hündin Al Hara’s Nayama, der später Al Hara’s Dhiu’ Elen folgte, mit der ich den ersten Azawakhwurf in Österreich machte. Von ihrer Tochter Gangaten behielt ich später die erste in Europa geborene Scheckenhündin L’Ayieh.
1991 verlor ich meinen Sohn Oliver beim Absturz der Lauda – Air über Bangkok, ich habe gelernt, damit zu leben.
Heute sind es meine Hunde, einige wenige gute Freunde, mein Mann Levente und meine Familie, die mich neben meinen vielen und vielseitigen Interessen wach und rege halten.
Es ist im Großen und Ganzen ein gutes Leben, auch wenn nicht so erträumt und geplant, aber irgendwie rund.
Iris Jacobs, Anders, Querdenkerin, Weiße Hexe

