Harald Martin

harry martin

Foto:© Robert Komarek

Meine Rasse ist der Greyhound. Jene Windhunderasse, mit traditionell sehr starker Trennung in den Show- und Rennbereich, innerhalb des Rennbereiches wiederum in FCI- und Föderationsläufer. Dazu kommt die unglaubliche Greyhound-Industrie in den angloamerikanischen Ländern und der Druck aus der galgoiden Rescue-Scene, die oft der Rasse wertvolle Petplätze “kosten”.

Die deutschsprachige Greyhoundwelt ist klein. Und weil man einander dauernd über den Weg läuft gibt es oft ein freundliches Lächeln und ein paar belanglose Worte, um miteinander auszukommen – obwohl man oft sehr gegenteiliger Meinung ist und den anderen nicht riechen kann. Die Toleranz ist eine Tugend, die für uns Menschen zu den wertvollsten Eckpfeilern des Miteinander-Auskommens zählt. Bei den Hunden und speziell bei den Greyhounds ist die Toleranz aber gefährlich – nicht gegenüber dem einzelnen Hund, sondern gegenüber den Zuchtrichtungen.

Es ist einfach nicht zu tolerieren, wenn aus einem galoppierenden Jagdhund ein trabender Showhund gezüchtet wird. Es ist nicht zu tolerieren, wenn aus dem schnellsten Hund der Welt wegen des menschlichen Ehrgeizes ein gedopter Renner geformt wird, der nur unter ganz speziellen Bedingungen unverletzt von der Rennbahn kommt. Und es sind alle Organisationen und Vereine nicht zu tolerieren, die anstatt für das Wohl der Hunde zu arbeiten für das scheinbare Wohl der Vereinsmitglieder, mit allen menschlichen Auswirkungen, agieren.

Im Mittelpunkt und als Zielpunkt aller Überlegungen muss das Wohl des Hundes, des Windhundes, des Greyhounds stehen. Die Showlinienzüchter und die hemmungslosen Schnelligkeitsvermehrer schaden meiner Rasse. Ich will sie nicht freundlich anlächeln und tolerieren. Ich will, dass sie aufhören meiner Rasse zu schaden. Ich bin ein Greyhound-Chauvinist.

2 Kommentare zu “Harald Martin”

  1. [...] Harry Martin [...]

  2. [...] Harry [...]


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